Orgelfahrt nach Münnerstadt und Umgebung am 19. September

Die Orgelfahrt 2026 führt uns am Vormittag nach Münnerstadt. Dort beginnen wir mit einer Altstadtführung und besichtigen die Stadtkirche mit ihren Riemeschneiderfiguren. In der Kirche wird uns auch die große Klaißorgel durch Herrn Martin Hub vorgestellt.

Nach dem Mittagessen in Strahlungen geht es weiter nach Weichtungen. Dort steht nach wie vor eine Originalorgel der Schweinfurter Orgelbauer Voit, erbaut 1758. Ihr Entstehungsprozess ist sehr gut dokumentiert.

Nach dem Kaffee in Weipoltshausen hören wir natürlich die Orgel der Bartholomäuskirche, die mit Unterstützung der Schweinfurter Bürgerschaft errichtet wurde.

Zeit: Samstag, den 19 September 2026

Abfahrt: 8 Uhr SW, Peter&Paul, 8.10. Theater

Rückkunft gegen 18.00

Kosten: 40.-

Auch Nichtmitglieder willkommen!

Anmeldung: Ernst Petersen Tel: 09721-28543



Vorträge des Historischen Vereins Schweinfurt in Zusammenarbeit mit dem Museum Otto Schäfer 2026

  

Sonntag, 27.September 2026, 18 Uhr (WissensZeit)

Museum Otto Schäfer, Judithstraße 16, 97422 Schweinfurt 

Hans Driesel: „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ Heinrich Heine   

Sein gedankenschweres Wort „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ scheint aktuell. Deshalb eröffnet das Museum Otto Schäfer sein Herbstprogramm mit Betrachtungen zu Heinrich Heines Leben und Werk. Hans Driesel entführt lesend und überwiegend frei rezitierend in eine Zeit des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, aber auch literarischen Umbruches. Heine entwickelt sich nicht nur zum Satiriker und politischen Dichter, sondern auch zu einem der bedeutendsten Liebeslyriker seiner Zeit. Als kritischer Journalist gleichermaßen bewundert wie gefürchtet, der Zensur überdrüssig, emigriert er nach Frankreich. Dort wird er an seine literarischen Erfolge anknüpfen und mit Größen des europäischen Kulturlebens zusammentreffen. In Paris geht Heine nach jahrelangem Siechtum seinen letzten Weg, der in die Unsterblichkeit führt.

 

Eintritt: je € 8,50 (für Mitglieder des Historischen Vereins: frei!). Die Tickets gibt es auf der Homepage des Museums Otto Schäfer oder an der Kasse des Museums zu erwerben. Abendkasse nach Verfügbarkeit.


Sonntag, 25.10.2026, 18.00

Museum Otto Schäfer, Judithstraße 16, 97422 Schweinfurt 

Dr. Markus Roth (Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt a. M.):

Bücher im Ghetto – Literatur und lesen im Schatten des Holocaust

Auch während des Holocaust spielten Bücher für die Verfolgten eine große Rolle in den Ghettos und Lagern. Trotz der Verbote haben Juden im Geheimen Bücher hergestellt, Bibliotheken eingerichtet, sich in privaten Lesezirkeln getroffen und vieles mehr. Überdies versteckten sie wichtige religiöse und andere Werke vor der Zerstörungswut der Nationalsozialisten. All dem geht Markus Roth in seinem Vortrag anhand zahlreicher Beispiele nach. Er zeichnet ein lebendiges Bild von der Rolle von Büchern im Schatten des Massenmords.


Sonntag, 29.11.2026, 18.00

Museum Otto Schäfer, Judithstraße 16, 97422 Schweinfurt 

Prof. em. Dr. Niklas Holzberg (LMU München):

„Franken ist mir, dem deutschen Poeten, Stammland und Ursprung ...“ Konrad Celtis konstruiert seine Heimat

Der aus Wipfeld gebürtige Humanist kombiniert in seiner lateinischen Gedichtsammlung Amores („Liebeserfahrungen“) von 1502 Schilderun-gen seiner Amouren mit geographischen, historiographischen und ethno-graphischen Darlegungen über die vier Gegenden Deutschlands, in denen er jeweils mit einer Frau zusammen ist. In diesem Kontext konstruiert er für seine Heimat eine frühe „klassische“ Vergangenheit, in der z. B. Würz-burg von Griechen gegründet wird. Der Vortrag stellt das Gedicht 1,12 vor, in dem Celtis das meiste über das „Paradies“ Franken erzählt, wie er es sieht. Die einschlägigen Abschnitte werden in einer vom Vortragenden angefertigten metrischen deutschen Übersetzung zitiert.






Der Historische Verein Schweinfurt e.V.

wünscht seinen Mitgliedern und Freunden sowie ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2026.

 

Mit bestem Dank für Treue und Verbundenheit

Dr. Uwe Müller Ernst Petersen


 

Rückblick Orgelfahrt: Ernst Petersen:

Samstag, 20. September 2025

Abfahrt: 08.00: Peter & Paul, 08.15: Theater

Rückkehr: gegen 18.30 Uhr

€ 40.-

Ernst Petersen: Orgeln in Bedheim, Seeba und Haina


In diesem Jahr ist wieder eine Orgelfahrt möglich. Herr Martin Hub, ein versierter Organist, hat sich bereit erklärt, mitzufahren und die Orgeln vorzustellen und zu spielen. Natürlich freue ich mich, wenn auch Organisten vor Ort, die „ihre Orgel“ ja gut kennen und lieben, sich daran beteiligen.


Am Vormittag besuchen wir Bedheim, das nur ein paar Kilometer vor Hildburghausen liegt. Bekannt ist das Dorf, das zahlenmäßig kaum mehr Einwohner als unser Verein hat, vor allem durch sein barockes Schloss wie auch die Kirche. In der Kirche wiederum, die im Zusammenhang mit dem Schloss als Wehranlage im 13. Jhd. errichtet wurde, wird vor allem die Doppelorgel bewundert. Es finden dort viele gutbesuchte Konzerte statt. 1711 wurde die Hauptorgel von Caspar Schippel eingebaut und zehn Jahre später eine kleine Orgel von Nicolaus Seeber gegenüber am Schwibbogen der Kirche aufgehängt (sog. Schwalbennestorgel). Die beiden Orgeln können zusammen gespielt werden. 


Nach dem Mittagessen geht es in das kleine Dorf Seeba bei Bettenhausen, deren Orgel (Bettenhausen) wir vor zwei Jahren besichtigt und gehört haben. Die mächtige Wehrkirche reicht für die 140 Bewohner völlig aus, hat aber ein schönes Orgelwerk von Joh. Caspar Rommel (1721-1800). Nach der Wende wurde die Orgel vom Ostheimer Orgelbauer Schindler/Hoffmann restauriert. Im Anschluss an den Besuch in Seeba ist ein Kaffee eingeplant.


Der Abschluss unserer Orgelfahrt soll in Haina stattfinden. Schmuckstück des Ortes ist die mächtige St. Johanniskirche, um die sich eine rührige Kirchengemeinde schart. Gotische Elemente (Chorgewölbe und Altaraufsatz) und die barocke Orgel (1718-1720) von dem aus Haina stammenden Orgelbauer Nicolaus Seeber sind die beiden Schmuckstücke. Vielleicht bleibt noch Zeit, um einige schöne Fachwerkhäuser wie das Gemeindehaus bei einem kleinen Rundgang zu bewundern.



Der Historische Verein Schweinfurt e. V. wünscht allen seinen Mitgliedern und Freunden 


ein glückliches Neues Jahr 2025

Jahresgabe 24: Katharina Geiger: "Une promenade de Schweinfourt"

Aktuelles

Letzte Publikationen


Neuerscheinung

Willy Adler:

Meine Jugend in Schweinfurt. Erinnerungen eines ehemaligen jüdischen Mitbürgers an seine Heimatstadt Schweinfurt aus den Jahren 1904 bis 1934

Herausgegeben im Auftrag des Historischen Vereins Schweinfurt e. V. von Uwe Müller und Ernst Petersen

Veröffentlichungen des Historischen Vereins Schweinfurt e. V. Neue Folge, Band 12

Schweinfurt 2021

€   10.-   im Buchhandel oder im Historischer Verein Schrotturm erhältlich


Hinweis für Schulen:

Schweinfurter Schulen haben noch (solange Vorrat reicht) die Möglichkeit einen Klassensatz  der Broschüre für Unterrichtszwecke kostenlos beim Historischen Verein zu bekommen!


Neuerscheinung
Hermann Fischer und Ernst Petersen
Die Orgelbauerfamilie Voit in Schweinfurt

Fotos: privat
20 € im Buchhandel oder im Historischer Verein Schrotturm erhältlich

Mit mir entdecken Sie fantastische Orte

Oberbürgermeister und Kulturreferent Sebastian Remelé hat am Donnerstag, 29.10.2015, in seinem Dienstzimmer gemeinsam mit Kulturamtsleiter und Autor Dr. Erich Schneider dessen neueste Veröffentlichung vorgestellt: „Schweinfurt und seine Denkmäler. Architektur – Kunst – Technik“. 

„Ein großartiges Werk“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé, „für mich in zweierlei Hinsicht: Zum einen persönlich, weil ich ein geschichtsinteressierter Mensch bin. Nur, wenn wir unsere Geschichte kennen, können wir auch die Gegenwart verstehen. Und zum zweiten beruflich, als Oberbürgermeister und Kulturreferent – das Buch schließt eine bisherige Lücke in der Literatur über unsere Stadtgeschichte. Es ist wichtig, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass Geschichte an vielen Orten unserer Stadt erlebbar ist. Der Begriff Denkmal ist dabei weit zu fassen. Vom Rückertdenkmal über die Spinnmühle bis zum Industriebau der 60er Jahre führt uns das Werk durch unsere Stadt.“ 

Warum gibt es dieses Buch? Bei der erneuten Sichtung von in mehr als 30 Jahren vom Autor aus verschiedensten Anlässen verfassten Publikationen, die rund 1000 Jahre Kultur- und Kunstgeschichte von Schweinfurt abdecken, entstand der Gedanke, die Beiträge in redigierter und wesentlich erweiterter Form zusammen zu fassen. Daraus ist eine Art kunst- und kulturhistorisches Lesebuch geworden. Bei chronologischer Grundanlage werden zusätzlich manche Themen in der Art von kleineren und größeren Exkursen näher ausgeführt. Das bedeutet zugleich, dass man das Buch nicht in einem Zug lesen muss, sondern sich an jeder Stelle beliebig einklinken kann. 

Wichtig sind die zahlreichen Abbildungen. Häufig wurde dazu auf historische Aufnahmen zurückgegriffen. Auf der anderen Seite sollte durch neue Fotos die Schönheiten der Denkmäler-Stadt Schweinfurt unterstrichen werden. 

Das Buch ist erschienen als Band 9 in der Reihe Veröffentlichungen des Historischen Vereins Schweinfurt e.V., Pappband, 408 Seiten, Hochformat 22 x 29,7 cm, 750 meist farbige Abbildungen,
ISBN: 978-3-9803695-9-6 
Ladenverkaufspreis 39,80 €.   im Buchhandel oder im Historischer Verein Schrotturm erhältlich